Branding für Lieferdienste und Ghost Kitchens

Eine Marke, die ohne Schaufenster trägt, vom Plattform-Tile über den Lieferbeutel bis zum QR-Sticker auf dem Foodtainer. Für Lieferdienste und Ghost Kitchens deutschlandweit.

Lieferentscheidungen fallen schnell. Unter zwei Minuten, oft weniger. Der Gast scrollt durch Lieferando oder Wolt, sieht Tile an Tile, und klickt das, was ihm ins Auge springt. Kein Ladenlokal, kein Geruch, kein Lächeln an der Theke. Für Ghost Kitchens und Delivery-Only-Konzepte ist das die Realität: Die Marke muss in einem 320-Pixel-Kachel funktionieren, bevor irgendjemand den Preis liest.

Das ist kein nettes Extra. Das ist der Kern des Geschäfts.

Plattform-Raster und was dort wirklich zählt

Auf Lieferando, Wolt und Uber Eats konkurrieren Sie nicht mit dem Restaurant zwei Straßen weiter. Sie konkurrieren mit allem, was im Umkreis von zwei Kilometern Liefergebiet hat, und das können 80 oder 100 Tiles auf einmal sein. Was auf diesem Raster zählt: ein Logo, das auf kleiner Fläche lesbar bleibt; ein Headerformat, das nicht zufällig wirkt; ein Produktfoto, das Appetit macht und nicht aussieht wie ein Handyfoto von 2018.

Viele Lieferbetriebe starten mit einem selbst zusammengeklickten Logo und einem Foto vom Essen auf dem Tresen. Das reicht eine Weile. Aber es erklärt auch, warum manche Küchen dauerhaft unter ihrem Potenzial laufen, trotz ordentlichem Essen und guter Bewertungen. Das Markendesign wird auf der Plattform zur Preisverhandlung, bevor der Gast überhaupt auf das Profil klickt.

Wir arbeiten das Plattform-Asset-Paket von Anfang an mit ein: Tile-Logo (quadratisch, funktioniert auf Dunkel und Hell), Header-Motiv, Produktfoto-Briefing und wenn sinnvoll eine Shootingbegleitung. Kein Afterthought.

Verpackung als einziger physischer Kontaktpunkt

Kein Schaufenster, kein Interieur, keine Atmosphäre. Was beim Gast ankommt, ist ein Lieferbeutel und das, was drin ist. Das klingt banal, aber es bedeutet: Das Food-Packaging-Design ist das Einzige, was diesen Moment trägt.

Wir denken Verpackung nicht als Behälter mit Logo drauf. Wir fragen zuerst: Was passiert, wenn der Beutel geöffnet wird? Riecht es gut? Hält der Foodtainer dicht? Liegt da irgendetwas Persönliches? Ein Beileger mit einem kleinen Satz, ein QR-Sticker, der zur eigenen Bestell-Landing-Page führt und damit die Plattformgebühr beim nächsten Mal spart, eine Karte, die nach einer Bewertung fragt, ohne nervig zu sein.

Das ist Verpackung als Vertriebskanal.

Und weil die Gastronomiebranche zunehmend unter Druck steht, Verpackungslösungen nachhaltiger zu gestalten (das Verpackungsregister macht Lizenznachweise Pflicht), arbeiten wir von Anfang an mit Materialien, die beides können: gut aussehen und GS1-DataMatrix-kompatibel sein, Mehrwegsysteme wie Vytal oder Recup einschließen, Aroma- und Temperaturschutz nicht dem Preis opfern. Detaillierter zu nachhaltiger Verpackung: Nachhaltige Verpackung.

Ghost Kitchen: wenn aus einer Küche drei Marken werden

Ein Virtual Brand funktioniert anders als eine zweite Speisekarte. Er braucht einen eigenen Namen, ein eigenes Logo, eine eigene Kategorie auf der Plattform. Und gleichzeitig muss die Küche operativ schlank bleiben.

Viele Ghost Kitchens bauen ihre zweite oder dritte Linie improvisiert auf: anderes Logo-Format, ähnliche Farbe, fast derselbe Name. Das Problem ist nicht schlechtes Aussehen. Das Problem ist, dass die Linien sich gegenseitig kannibalisieren, weil der Gast nicht versteht, was der Unterschied ist.

Wir bauen eine Markenarchitektur, in der jedes Konzept eine eigene Identität bekommt (Logo, Farbwelt, Tonalität in Speisekarte und Take-away-Beileger), aber dieselbe operative Logik teilt: Verpackungsgrößen, Beilegerformat, Sticker-System. Die Küche kocht, nicht drei verschiedene Kommunikationsabteilungen.

Wenn unklar ist, ob zwei Konzepte wirklich nebeneinander funktionieren oder ob eines das andere frisst, klären wir das im Markenworkshop und nicht erst nach dem Launch.

Direkt-Bestellung und eigene Landing Page

Das Provisionsmodell der großen Plattformen liegt zwischen 15 und 35 Prozent pro Bestellung. Das ist bekannt. Was weniger oft angesprochen wird: Eine eigene Bestell-Landing-Page, die konsequent mit QR-Codes auf der Verpackung beworben wird, kann diesen Anteil über Wiederholungskunden mittelfristig senken.

Wir bauen keine Komplettlösungen für Bestellsoftware (Sumup, Lightspeed, Foodlogics und andere haben dafür eigene Systeme). Aber wir gestalten die Landing Page, die den Gast dorthin bringt. Visuell konsistent mit der Plattformdarstellung, mit einem klaren Call-to-Action, und so eingebaut, dass die Logik der Marke nicht auf der Strecke bleibt.

Für Lieferbetriebe, die den Schritt Richtung Direktvertrieb ernstnehmen, empfiehlt der DEHOGA Bundesverband die Kombination aus eigener Bestellplattform und aktivem Rabattsystem für Direktbestellungen. Wir sorgen dafür, dass das Design diesen Weg stützt.

Was danach kommt

Gastronomie und Delivery-Only ist kein Einzelprojekt. Wer anfängt, entwickelt. Neues Konzept, saisonale Karte, Relaunch nach einem halben Jahr schlechter Reviews. Wir bleiben dabei, wenn es sinnvoll ist, entweder projektweise oder über ein Retainer-Modell.

Wer sich das Spektrum der Gastronomie-Dienstleistungen ansehen möchte: Gastronomie-Branche gibt einen Überblick. Für Betriebe mit Ladenlokal lohnt ein Blick auf Café-Branding und Restaurant. Food-Startups im Tech-Bereich finden sich unter Tech-Startups.

  1. 01

    Erkennbar im Plattform-Raster

    Lieferando, Wolt und Uber Eats zeigen Ihre Marke als Tile zwischen hunderten anderen. Wir gestalten Logo, Header und Foodfoto so, dass auf 320 Pixel Breite entschieden wird, nicht erst beim Klick.

  2. 02

    Die Verpackung ist Ihr Schaufenster

    Lieferbeutel, Foodtainer, Pizzakarton, Sticker, Beileger. Ohne Ladenlokal ist die Verpackung der einzige physische Berührungspunkt mit dem Gast und gehört dafür entsprechend gebaut.

  3. 03

    Eine Marke, mehrere Konzepte

    Ghost Kitchens fahren oft zwei oder drei Konzepte aus einer Küche. Wir bauen eine Identitätsarchitektur, in der Burgerline, Bowls und Pasta nebeneinander stehen können, ohne sich gegenseitig zu kannibalisieren.

  4. 04

    Wiederbestellung als Designziel

    QR-Sticker auf der Verpackung, Treuekarten als Beileger, ein Instagram-Auftritt, der zum Speichern einlädt. Der Designprozess endet nicht beim Logo, sondern bei der zweiten Bestellung.

Häufige Fragen

Was kostet ein Branding für einen Lieferdienst oder eine Ghost Kitchen?
Ein durchgängiges Branding mit Logo, visueller Identität, Verpackungssystem und Landing Page liegt typischerweise zwischen 4.500 und 12.000 Euro. Für Ghost Kitchens mit mehreren Konzepten unter einem Dach planen wir den oberen Rahmen ein, weil eine Markenarchitektur dazukommt.
Wie lange dauert das Projekt bis zum Launch auf Lieferando und Wolt?
Ein Markenaufbau für einen Lieferbetrieb braucht in der Regel 4 bis 8 Wochen. Die Plattform-Assets (Logo, Tile, Header, Foodfotos) lassen sich parallel zur Verpackungsproduktion einreichen, damit Sie am Launch-Tag nicht warten.
Können wir die Verpackung wirklich nachhaltiger gestalten, ohne dass das Essen leidet?
Ja, in den meisten Fällen. Wir wählen Foodtainer aus Zuckerrohrbagasse, Papierbeutel mit Fettsperre, Wachsbeschichtung statt PE-Liner. Wir testen vor dem Druck mit echten Gerichten, damit Soße, Hitze und Transportweg vorher klar sind und nicht erst nach der ersten Beschwerde.
Wie funktioniert das mit zwei oder drei Marken aus einer Küche?
Wir bauen eine Markenfamilie, in der jede Linie ihren eigenen Auftritt bekommt (Logo, Farbe, Karte), aber dieselbe Verpackungs- und Beilegerlogik teilt. So bleibt die Küche operativ schlank und der Gast erkennt nicht, dass Burger und Bowls aus derselben Hood kommen.
Arbeiten Sie deutschlandweit?
Ja. Lieferbetriebe und Ghost Kitchens in jeder Region Deutschlands gehören zum normalen Projektportfolio, von urbanen Hubs bis zu kleineren Städten mit eigenem Liefergebiet. Briefings, Workshops und Andrucke laufen vollständig remote; Vor-Ort-Termine zur Verpackungsabnahme oder zum Foodshooting werden separat geplant.

Projekt starten?

Erzähl mir kurz, worum es geht — in einem 30-minütigen Erstgespräch klären wir, ob und wie wir zusammen arbeiten.