Nachhaltigkeitsbericht Design
Mit der Corporate Sustainability Reporting Directive ist der Nachhaltigkeitsbericht in eine neue Liga gerückt. Was früher als freiwilliger CSR-Bericht in der Kommunikationsabteilung lag, ist heute prüfungspflichtig, ESRS-konform und in vielen Unternehmen so umfangreich wie der klassische Geschäftsbericht. Das ändert die Anforderung an die Gestaltung. Konkret heißt das: Wir bauen Berichte, die als Pflichtdokument funktionieren und gleichzeitig als strategische Aussage gelesen werden können.
ESRS, Materialität und die Aufgabe der Gestaltung
Ein CSRD-pflichtiger Bericht folgt den European Sustainability Reporting Standards (ESRS), die in zwölf Standards aufgeteilt sind: zwei bereichsübergreifende (ESRS 1, 2) und zehn thematische zu Umwelt, Sozialem und Governance. Jeder Standard enthält Dutzende Datenpunkte, die geprüft werden müssen. Die zentrale Vorarbeit ist die doppelte Wesentlichkeitsanalyse (Materialitätsanalyse): Welche Nachhaltigkeitsthemen sind aus Sicht des Unternehmens und aus Sicht der Stakeholder wesentlich. Erst danach entscheidet sich, welche Datenpunkte berichtet werden und in welcher Tiefe.
Aus Gestaltungssicht heißt das: Wir arbeiten mit der Nachhaltigkeitsabteilung an einer Struktur, die ESRS-Konformität sichert und gleichzeitig den narrativen Bogen trägt. Pflichttabellen, Datenpunkt-Markierungen und Querverweise auf die Materialitätsanalyse werden so gesetzt, dass die Prüfung sauber läuft und der Bericht trotzdem lesbar bleibt. Bei Geschäftsberichten, die parallel erscheinen, stimmen wir die visuelle Sprache ab, damit beide Dokumente erkennbar zur selben Marke gehören.
Daten, die belegen, statt zu dekorieren
Der Datenteil eines Nachhaltigkeitsberichts ist anspruchsvoller als der eines Geschäftsberichts, weil er heterogen ist. CO2-Emissionen in Scope 1, 2 und 3, Wasserverbrauch, Materialflüsse, Mitarbeiterstrukturen, Lieferkettentransparenz, Governance-KPIs. Wir entwickeln eine Datenvisualisierung, die diese Themen sauber trennt und gleichzeitig vergleichbar macht. Ein Emissionspfad mit Reduktionsziel braucht eine andere Visualisierung als ein Anteilsdiagramm für die Geschlechterverteilung im Aufsichtsrat. Konkret heißt das: Wir wählen für jede KPI die Darstellungsform, die die Aussage stützt, und verzichten auf Diagramm-Folklore.
In der Produktion folgt der Bericht der eigenen Aussage. Recyclingpapier (z. B. Circle Offset Premium White), mineralölfreie Farben, FSC-Zertifizierung, klimakompensierte Produktion, kurze Transportwege. Auf Wunsch begleiten wir die Druckerauswahl und Andrucke. Bei vielen Berichten entsteht parallel eine Online-Variante als interaktive PDF oder Microsite mit ESRS-Filter, damit Investoren und Analysten gezielt auf einzelne Datenpunkte zugreifen können. Was wir nicht machen: Greenwashing-Hochglanz mit Naturfotografie und ohne Datenrückgrat. Ein Bericht ist Belegstück, nicht Imagebroschüre.
CSRD- und ESRS-Pflicht zuverlässig umgesetzt
Wir kennen die Anforderungen der Corporate Sustainability Reporting Directive und arbeiten mit der Materialitätsanalyse, ESRS-Datenpunkten und doppelter Wesentlichkeit so, dass die Reinzeichnung nicht ins Stolpern gerät.
GRI- und CSR-Berichte, die nicht nach Pflicht klingen
Auch Berichte nach GRI Standards, DNK oder klassischem CSR-Format brauchen Erzählbogen. Wir arbeiten die strategischen Punkte heraus und ordnen die Datenmenge.
Datenvisualisierung, die belegt statt dekoriert
KPIs, Emissionspfade, Lieferketten und Materialflüsse werden so visualisiert, dass die Aussage trägt. Keine Diagramm-Folklore, keine 3D-Tortencharts.
Druck und Material mit Haltung
Recyclingpapier, mineralölfreie Druckfarben, FSC-Zertifizierung, klimakompensierte Produktion. Wir wählen Material und Druckerei so, dass der Bericht hält, was er behauptet.
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Häufige Fragen
Ein vollständiger Bericht mit Konzeption, Editorial Design, Datenvisualisierung, ESRS-konformer Strukturierung und Reinzeichnung liegt typischerweise zwischen 10.000 € und 40.000 €. Den Rahmen klären wir nach Berichtsumfang (CSRD-pflichtig oder freiwillig), Anzahl der ESRS-Datenpunkte, Sprachversionen und Produktion (Print, Online-PDF, HTML-Bericht).
Wir arbeiten mit CSRD/ESRS für berichtspflichtige Unternehmen (ab 2024 stufenweise), GRI Standards für internationale Vergleichbarkeit, DNK für mittelständische Unternehmen und klassischen CSR-Formaten für freiwillige Berichte. Die Wahl klären wir mit Nachhaltigkeitsabteilung, Wirtschaftsprüfung und Kommunikationsteam.
12 bis 20 Wochen vom Briefing bis zur Druckabgabe sind realistisch, abhängig von der Komplexität der Materialitätsanalyse, der Anzahl ESRS-Datenpunkte und der Anzahl Stakeholder-Interviews. Bei CSRD-pflichtigen Erstberichten verschiebt sich das Fenster oft nach hinten, weil intern erst Datenstrukturen entstehen.
Seit CSRD ist eine Limited Assurance durch den Wirtschaftsprüfer vorgeschrieben. Wir arbeiten eng mit den prüfenden Stellen zusammen, damit Datenpunkte, Querverweise und Pagination im Reinzeichnungsprozess prüfungsfest bleiben.
Ja. Konzeption, Reinzeichnung und Andruckbegleitung laufen vollständig remote. Auf Wunsch begleiten wir Workshops zur Materialitätsanalyse oder Andrucke vor Ort, deutschlandweit erreichbar.
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