Poster & Plakat Design

Ein Plakat hat etwa zwei Sekunden Aufmerksamkeit. Wer vorbeigeht, wer aussteigt, wer auf den Bus wartet, gibt einem A1-Format an einer Litfaßsäule keinen Moment mehr. In diesen zwei Sekunden muss etwas hängenbleiben. Eine Form, ein Satz, ein Bild, ein Anlass. Wer dort eine Botschaft mit drei Subargumenten unterbringen will, hat das Format nicht verstanden. Wir gestalten Plakate so, dass sie in zwei Sekunden funktionieren und in zwei Minuten interessant bleiben.

Was ein Plakat trägt

Ein gutes Plakat hat eine Hierarchie aus maximal drei Elementen: einer dominanten Form (Typografie, Bild, Farbfläche), einer klaren Aussage und einer Information (was, wann, wo). Wenn diese drei sich gegenseitig in den Weg laufen, verliert das Plakat. Konkret heißt das: Wir entscheiden früh, welches Element die Komposition trägt. Bei einem Kulturplakat ist es oft die Typografie in einer markanten Display-Schrift, bei einem Theaterplakat das Bild, bei einem Festivalplakat manchmal eine Farb- oder Formsetzung, die ein ganzes Programm zusammenhält.

Format-Disziplin ist die zweite Voraussetzung. A2, A1, B1, CLP und 18/1 sind nicht skalierte Varianten desselben Layouts. Ein Plakat, das in A2 gut funktioniert, kann in B1 leer wirken. Eine 18/1-Großfläche braucht andere Hierarchien als ein A1-Theaterplakat. Wir setzen die Komposition für das tatsächlich vorgesehene Format und prüfen die Lesbarkeit aus realer Distanz, nicht nur am Bildschirm. Eine Konzertplakat-Serie lebt anders als eine Imagekampagne im Großformat.

Risodruck, Siebdruck, Offset und was sie können

Das Druckverfahren ist Teil der Aussage. Risodruck (z. B. mit Druckereien wie Druckhaus Sportflieger, Distanz oder kleineren Risostudios) eignet sich für Auflagen von 50 bis 1.000 Stück, mit körnigen Spotfarben, leichten Druckabweichungen und einem charaktervollen Druckbild. Siebdruck hat eine eigene Materialität, trägt satte Farben und eignet sich für Auflagen von 100 bis 2.000 Stück, vor allem bei Postern, die auch als Sammlerstück funktionieren sollen. Offset ist das Mittel der Wahl ab 500 Stück für klassische Plakate. Großflächen-Werbung (18/1, CLP) läuft fast immer Offset oder Digital.

Auf Wunsch begleiten wir die Andrucke. Bei Riso- und Siebdruck ist die Vor-Ort-Begleitung oft sinnvoll, weil das Druckergebnis nicht so vorhersagbar ist wie im Offset. Eine Kampagne mit 18/1-Großflächen läuft anders, weil hier die Außenwerbeanbieter (Ströer, Wall, JCDecaux) Spezifikationen und Druckabläufe vorgeben. Wir kennen die Daten und liefern druckfertig. Was wir nicht machen: Plakate, die in einer kleinen Vorschau auf einem 27-Zoll-Monitor gut aussehen und in B1 an der Litfaßsäule auseinanderfallen. Wir testen am realen Format.

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Eine Aussage, kein Wimmelbild

Ein gutes Plakat hat einen klaren Gedanken und eine starke Form. Wir reduzieren, bis das Wesentliche steht, und ergänzen nicht, bis alle untergebracht sind.

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Format-Disziplin von A2 bis B1

A2, A1 und B1 sind die Standardformate, City-Light-Poster (CLP) und 18/1-Großflächen kommen dazu. Jedes Format verlangt eine eigene Komposition.

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Typografie, die aus zehn Metern liest

Plakatschrift braucht andere Setzregeln als Magazintypografie. Wir arbeiten mit erprobten Display-Schnitten und prüfen die Lesbarkeit aus realer Distanz.

04

Risodruck, Siebdruck und Offset, je nach Anlass

Wir kennen den Unterschied zwischen einer Risodruck-Auflage von 300 Stück und einer Offset-Großauflage. Material und Druckverfahren werden zur Aussage passend gewählt.

Häufige Fragen

Ein einzelnes Plakatmotiv mit Konzeption, Gestaltung und Reinzeichnung liegt typischerweise zwischen 1.200 € und 4.500 €. Eine Plakatserie oder Kampagne mit mehreren Motiven, gemeinsamer Gestaltungslogik und Bildkonzept startet bei 6.000 € und reicht je nach Umfang bis 18.000 € oder höher. Druckkosten kommen separat.

Ein einzelnes Motiv ist in 2 bis 4 Wochen realistisch, abhängig von Reviewschleifen und Bildmaterial. Plakatserien für Festivals, Saisonprogramme oder Kampagnen brauchen 4 bis 8 Wochen mit Konzeptphase und mehreren Varianten.

Risodruck eignet sich für Kleinauflagen mit Charakter (Kultur, Events, Independent), oft 50 bis 1.000 Stück, mit körnigen Spotfarben. Siebdruck trägt bei Auflagen von 100 bis 2.000 Stück, vor allem für haptische, satte Druckergebnisse. Offset ist das Mittel der Wahl ab 500 Stück aufwärts für Standardplakate. Großflächen-Werbung (18/1, CLP) läuft fast immer Offset oder Digital.

A2 (420 mal 594 mm) für Kulturplakate und Aushänge, A1 (594 mal 841 mm) als klassisches Theater- und Kinoformat, B1 (700 mal 1.000 mm) für Litfaßsäulen und größere Aushänge, CLP (City-Light-Poster, 118,5 mal 175 cm) für beleuchtete Stadtmöblierung, 18/1 (Großfläche, 3,5 mal 2,5 m) für Außenwerbung. Wir setzen für jedes Format eine eigene Komposition.

Ja. Konzeption, Reinzeichnung und Druckbegleitung laufen vollständig remote. Andrucke (vor allem Riso- und Siebdruck) begleite ich auf Wunsch vor Ort, deutschlandweit erreichbar.

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