Branding für Galerien

Eine Marke, die zwischen Werk und Besucher nicht im Weg steht, vom Werkverzeichnis über die Vernissage-Einladung bis zum Werkschild an der Wand. Für Galerien deutschlandweit.

Eine Galerie verkauft selten nur ein Bild. Sie verkauft eine Sichtweise, ein Programm, eine Verbindung zwischen Künstlerin und Sammler. Das beginnt bei der Vernissage-Einladung im Briefkasten und endet beim Werkschild, das die Käuferin am Tag nach dem Kauf noch einmal gegen den Fingernagel klopft. Wer auf der Einladung eine Welt verspricht und im Raum eine zweite, dritte, vierte zeigt, verliert das Vertrauen, das eine Galerie braucht, um Werke zu vermitteln.

Wo eine Galerie-Marke entscheidet

Die meisten Sammler entscheiden in einem doppelten Moment. Erst beim Sehen der Einladung, dann beim Stehen vor dem Werk mit dem Werkverzeichnis in der Hand. Dazwischen liegt eine Website, vielleicht ein Pressefoto in einer Zeitung, eine Künstlerinfo per Mail. Eine starke Galerie-Marke sorgt dafür, dass diese Stationen zusammen eine Position erzählen, statt sich gegenseitig zu unterbieten. Eine Vernissage-Einladung im aktuellen Stil mit einem Werkverzeichnis aus dem letzten Programm, das liest sich wie zwei verschiedene Galerien.

In einem Markt, in dem allein zwischen großen Häusern und Off-Spaces hunderte Programme jährlich entstehen, ist eine ruhige, konsequente Identität kein Schmuck, sondern Bedingung für Wiedererkennung. Wir starten deshalb mit einer Brand-Strategie, klären Programm-Logik und Tonalität, und übersetzen das in Markendesign und eine Typografie, die nicht alle sechs Wochen ausgetauscht wird.

Was wir konkret machen

Ein typisches Galerie-Projekt umfasst Logo und Wortmarke, eine Visuelle Identität mit klar gesetzter Schriftarchitektur, das Werkverzeichnis als wiederkehrendes Layout, die Vernissage-Einladung (Print und digital), den Pressefoto-Bogen, das Werkschild-System, ein schlankes Webauftritt mit Online-Werkverzeichnis und die Geschäftsausstattung mit Briefbogen, Rechnung und Künstlervertrag. Wenn ein Ausstellungs-Katalog erscheint, kommt eine Buchgestaltung dazu. Für Messen wie Art Cologne oder Positions ist ein Messestand-Konzept Teil des Pakets, das die Galerie auf 24 Quadratmetern erkennbar macht, ohne den Werken die Wand wegzunehmen.

  1. 01

    Zurückhaltend, nicht beliebig

    Eine Galerie-Marke darf das Werk nicht überrufen. Wir bauen ein System, das im Hintergrund trägt und im Vordergrund verschwindet, ohne anonym zu werden.

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    Typografie als Hauptdarsteller

    Werkschild, Werkverzeichnis, Pressefoto-Bogen und Künstlerinfo leben von einer klaren Schriftarchitektur. Wir entscheiden Schriftpaar und Hierarchie so, dass auch der dreißigste Eintrag im Verzeichnis lesbar bleibt.

  3. 03

    Druck, der die Vernissage übersteht

    Einladungen, Pressemappen, Werkverzeichnisse. Wir gestalten für Papiere und Druckverfahren, die nach der Eröffnung weitergereicht werden, statt nach drei Tagen in der Garderobe zu verschwinden.

  4. 04

    Anschlussfähig zwischen Ausstellungen

    Programmwechsel alle sechs Wochen, dazu Off-Site, Messe und Sammlerbesuch. Die Identität trägt das gesamte Jahr, statt für jede Position neu aufgesetzt zu werden.

Häufige Fragen

Was kostet ein Branding für eine Galerie?
Ein Galerie-Branding mit Logo, Visueller Identität, Werkverzeichnis-Vorlage und der Grundausstattung für Vernissage und Werkschild liegt typischerweise zwischen 5.000 € und 14.000 €. Den Rahmen klären wir im Erstgespräch, abhängig von der Anzahl der Ausstellungen pro Jahr, der Druckumfänge und der Frage, ob auch eine Website Teil des Projekts ist.
Wie lange dauert ein Galerie-Projekt von der Strategie bis zur ersten Vernissage?
Ein vollständiges Projekt mit neuer Marke, Website und Druckanwendungen braucht 8 bis 14 Wochen. Für eine reine Neuauflage des Werkverzeichnisses und der Einladungs-Reihe sind 4 bis 6 Wochen realistisch. Wenn ein Eröffnungstermin feststeht, planen wir die Drucksachen rückwärts.
Gestaltet ihr auch das Werkverzeichnis und den Ausstellungskatalog?
Ja. Wir bauen sowohl die laufenden Werkverzeichnisse pro Ausstellung als auch den Jahres- oder Position-Katalog. Bildauswahl, Bildunterschrift, Werkliste und Essay laufen in einem Layout, das nicht jedes Mal von vorn beginnt. Bei Bedarf sind wir auch im Lektorat und in der Druckabwicklung dabei.
Was ist mit Werkschildern und Wegeleitung in der Galerie?
Werkschild, Saaltext und kleine Hinweise sind Teil der Markenarbeit. Wir definieren Format, Schrift, Hängung und Papier, sodass der Wechsel zwischen zwei Ausstellungen am Montag möglich ist, ohne dass eine Praktikantin jedes Mal ein neues Schild erfindet.
Arbeiten Sie deutschlandweit?
Ja. Galerien in jeder Region Deutschlands gehören zur normalen Projektlandschaft, von der Großstadt bis zur Off-Space-Lage. Briefings, Künstlerinterviews und Druckabstimmungen laufen vollständig remote. Vor-Ort-Termine zur Eröffnung, zur Hängungsprobe oder zur Künstlerbegegnung werden separat geplant.

Projekt starten?

Erzähl mir kurz, worum es geht — in einem 30-minütigen Erstgespräch klären wir, ob und wie wir zusammen arbeiten.