Visual Identity & Markensystem
Eine Visual Identity ist das, was eine Marke sichtbar macht, lange bevor jemand den Namen ausspricht. Sie ist kein Logo plus zwei Hausfarben, sondern ein System aus Entscheidungen über Schrift, Farbe, Form, Bild und Komposition. Im besten Fall trägt sie eine Marke von der Visitenkarte bis zum Messestand. Im schlechtesten Fall zerfällt sie nach dem ersten externen Designauftrag in Stilfragmente, die nichts mehr miteinander zu tun haben. Wir bauen Identitäten so, dass der zweite Fall ausgeschlossen ist.
Was zu einem belastbaren System gehört
Wir denken die Visual Identity in fünf Schichten: die Wortbildmarke mit Variationen für Quadrat, Querformat und kleine Größen, ein Farbsystem mit Primär-, Sekundär- und Funktionalfarben inklusive Kontrastwerten, eine Typografie, die Hierarchie und Stimme zugleich trägt, eine Bildwelt mit Fotografie- und Illustrations-Richtlinien, und ein Layout-Prinzip, das in Print und Digital greift. Dazu kommen oft ein Icon-System und Bewegungsprinzipien für Web und Social. Konkret heißt das: Wir liefern keine Datei, sondern ein Vokabular, mit dem Marken weiterarbeiten können.
Der Prozess beginnt selten mit Skizzen. Wir starten mit einer kurzen Brand Strategie oder einem Markenworkshop, wenn die Positionierung noch offen ist. Erst danach setzen wir Stifte an. So vermeiden wir die typische Falle, in der hübsche Entwürfe an einer ungeklärten Haltung scheitern und nach drei Monaten zurückgesetzt werden.
Wie das System in den Alltag kommt
Eine Visual Identity ist nur so gut wie das Team, das sie anwendet. Wir liefern deshalb Brand Guidelines, die im Marketing, im Produkt und bei externen Dienstleistern gelesen werden, nicht in den Ordner gelegt. Konkret enthalten sie Do- und Don't-Beispiele, kommentierte Anwendungen, Templates für Präsentationen, Social-Media-Posts, Briefe und Webseiten. Wer das System nicht versteht, wird es brechen. Wer es versteht, wird es weitertragen.
Bei größeren Marken denken wir die Identität mehrschichtig: eine Mastermarke, darunter Produkt- oder Geschäftsbereiche, dazu Kampagnenebenen. Bei kleineren Marken bleibt das System bewusst schlank. Beide Fälle haben einen gemeinsamen Nenner: Die Identität wird so übergeben, dass sie ohne uns weiterläuft. Was wir nicht machen: Visual-Identity-Aufgaben, die nur aus Stylescapes und Mood Boards bestehen. Eine Identität, die nicht gebaut und gedruckt werden kann, ist keine.
Ein System, nicht ein Sammelsurium
Logo, Farbpalette, Schrift, Bildwelt und Layoutprinzipien greifen ineinander. Wer einen Baustein neu setzt, bringt nicht das ganze Haus ins Wanken.
Aus der Strategie abgeleitet, nicht aus Pinterest
Jede gestalterische Entscheidung lässt sich auf eine Position, eine Zielgruppe oder ein Markenversprechen zurückführen. Das macht spätere Diskussionen kürzer.
Anschlussfähig vom Visitenkarten- bis zum Plakatformat
Wir denken die Identität gleichzeitig in 35 Millimeter und drei Meter. Was auf Print, Bildschirm und Wand bestehen muss, wird vor der Übergabe geprüft.
Brand Guidelines, die das Team versteht
Keine Glossarbroschüre. Wir liefern ein Handbuch, das Marketing, Produkt und externe Dienstleister in der gleichen Sprache anwenden können.
Ausgewählte Arbeiten

IKEA × AstraZeneca – Konzept
Cross-Brand-Konzept: Wie würde IKEA ein medizinisches Produkt verpacken? Ein konzeptionelles Markenexperiment.

Velvet Soul Street – Corporate Design
Streetwear-Energie in einem gestickten Wortmarken-Logo: Identity, Verpackung und Stationery für ein Label.

Finanzguru – Brand Design
Eine Fintech-Marke, die im U-Bahn-Schacht funktioniert: Kampagnen, Iconografie und Sprachton für Finanzguru.
Häufige Fragen
Ein vollständiges System mit Logo-Familie, Farbe, Schrift, Bildsprache, Layoutprinzipien und Brand Guidelines liegt typischerweise zwischen 7.500 € und 18.000 €. Den genauen Rahmen schnüren wir nach Briefing, abhängig von der Komplexität der Anwendungen und der Anzahl an Subbrands.
Visual Identity beschreibt das visuelle Gesamtsystem einer Marke und schließt Logo, Farbe, Schrift, Bildwelt und Layouts ein. Markendesign ist oft der Sammelbegriff für den gesamten Designprozess, Corporate Design der historisch ältere Begriff für die Unternehmensanwendung. In der Praxis arbeiten wir an einem System, das in jeder dieser Spielarten Bestand hat.
Vom Kick-off bis zur Übergabe der Brand Guidelines sind 8 bis 14 Wochen realistisch. Kürzer geht es bei klaren strategischen Vorgaben, länger wird es mit mehreren Geschäftsbereichen oder einer parallelen Webentwicklung.
Ein System. Logo ohne dazugehörige Schrift, Farbpalette und Bildlogik ist nach dem zweiten Touchpoint angreifbar. Wir liefern Logo-Familie, Farbsystem, Typografie-Hierarchie, Bildwelt-Vorgaben, Iconografie-Ansätze und Anwendungsbeispiele.
Ja. Briefings, Reviews und Übergaben laufen vollständig remote über Figma, Loom und Video-Calls. Vor-Ort-Workshops sind nach Absprache möglich, deutschlandweit erreichbar.
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