Branding für Fintech

Eine Marke, die vom KYC-Flow über das Karten-Design bis zur Compliance-Seite Vertrauen herstellt und gleichzeitig Charakter zeigt. Für Fintechs deutschlandweit.

Ein Fintech verkauft selten ein Produkt. Es verkauft das Versprechen, dass Geld leichter, sichtbarer, sicherer wird, dass eine Transaktion oder eine Anlage weniger Aufwand kostet als bei der Hausbank. Damit aus einer Anmeldung ein dauerhaft aktiver Account wird, muss die Marke an jedem Berührungspunkt zwei Dinge gleichzeitig leisten, Vertrauen herstellen und Charakter zeigen. Vom KYC-Schritt mit Ausweis und Selfie über das Karten-Design im Portemonnaie bis zum kleinen Pflichthinweis am Fuß der Werbe-Mail.

Wo ein Fintech-Branding entscheidet

Finanzprodukte werden vor dem Klick auf "Konto eröffnen" geprüft. Käuferinnen lesen die About-Seite, das Impressum, die kleine Compliance-Zeile, suchen nach einer BaFin-Lizenz oder einem Banking-Partner. Diese Prüfung passiert in Sekunden, sie ist halb rational, halb Bauchgefühl. Eine Marke, die zu laut ist, verliert Vertrauen, eine, die zu generisch ist, verliert Charakter. Wir arbeiten an dem schmalen Korridor dazwischen, und genau dort entstehen die Fintechs, die nicht nach drei Funding-Runden wieder verschwinden.

In einem Markt, in dem Neobanken, Broker, Versicherungs-Apps und Krypto-Anbieter um dieselbe Inbox konkurrieren, ist Unterscheidbarkeit kein Luxus. Wir denken Marken deshalb nicht von Mood-Boards aus, sondern von der Markenpositionierung und der Frage, was im Onboarding, auf der Karte, in der Push-Notification und in der Pflichtangabe am Footer gleich sein muss. Den Rahmen dafür legen wir in einem Markenworkshop, bevor das erste Logo entsteht.

Was wir konkret machen

Ein typisches Fintech-Branding-Projekt umfasst die Markenstrategie, das Logo und eine Visuelle Identität, die im KYC-Flow genauso funktioniert wie auf der Karte im Apple-Wallet, eine eigenständige Icon-Sprache für Kategorien, Status und Sicherheits-Hinweise, das physische und virtuelle Karten-Design inklusive Spezifikationen für den Kartenproduzenten, eine Marketing-Site, die ohne Hochglanz-Stockfotos auskommt, Landing Pages für einzelne Produkte und Newsletter-Templates, die Onboarding, Reaktivierung und Pflichtmitteilungen sauber trennen. Dazu kommen die Bausteine, die fast jedes Fintech im zweiten Jahr braucht, ein Investor Deck für die nächste Runde und ein System für Compliance-Flächen, das nicht jedes Mal von der Rechtsabteilung neu erfunden werden muss.

Wir arbeiten gern mit Teams, die Finanzprodukte ernst nehmen und ihre Nutzer als mündig behandeln. Eine ehrliche Marke ersetzt keine Lizenz, aber sie macht den Unterschied zwischen "noch eine Banking-App" und einem Produkt, dem Menschen ihr Geld anvertrauen.

  1. 01

    Vertrauen, ohne in den Bank-Look zu kippen

    Finanzprodukte brauchen Seriosität, aber kein Glasfassaden-Bild. Wir arbeiten an dem Punkt, an dem Glaubwürdigkeit, Klarheit und Charakter sich treffen, ohne dass alles wie aus dem Sparkassen-Baukasten aussieht.

  2. 02

    KYC und Onboarding als Marken-Moment

    Ausweisfoto, Selfie, Zwei-Faktor. Der heikelste Moment des Funnels braucht das ruhigste Design. Wir gestalten KYC- und Onboarding-Flows so, dass Sicherheit und Erleichterung gleichzeitig spürbar werden.

  3. 03

    Karten-Design, das im Portemonnaie funktioniert

    Physische und virtuelle Karten sind das sichtbarste Markenstück eines Fintechs. Wir entwickeln Karten, die in der echten Welt auf dem Tresen, im Apple-Wallet und im Werbe-Render gleichzeitig stehen können.

  4. 04

    Compliance lesbar machen

    Pflichtangaben, Risikohinweise, AGB-Auszüge. Diese Flächen lassen sich nicht weglassen, aber sie lassen sich gestalten. Wir bauen ein System, das vorsichtige Inhalte erträglich macht, ohne das Risiko zu kaschieren.

Häufige Fragen

Was kostet ein Branding für ein Fintech?
Ein durchgängiges Branding mit Logo, Visueller Identität, Karten-Design, KYC-Flow-Gestaltung, einer Marketing-Site und einem Set für Compliance-Flächen liegt typischerweise zwischen 8.000 € und 30.000 €. Den Rahmen klären wir im Erstgespräch, abhängig vom Lizenzmodell (E-Money, Zahlungsinstitut, BaFin-Erlaubnis), der Anzahl an Produkten und ob ein Banking-Partner bereits Designvorgaben mitbringt.
Wie lange dauert ein Fintech-Branding-Projekt?
Ein vollständiger Markenaufbau braucht in der Regel 8 bis 14 Wochen. Wenn nur das Karten-Design und die Marketing-Site erneuert werden, sind 5 bis 8 Wochen realistisch. Bei BaFin-relevanten Flächen rechnen wir zusätzliche Abstimmungszeiten ein, damit Compliance-Reviews nicht erst nach dem Andruck stattfinden.
Berücksichtigt ihr regulatorische Vorgaben wie BaFin oder MiCAR im Design?
Ja, vorsichtig. Wir sind kein Compliance-Beratungshaus, aber wir gestalten so, dass Pflichtangaben, Risikohinweise und Hinweispflichten im System ihren Platz haben. Den finalen Compliance-Review macht euer Rechtsteam oder eure Aufsichtsanwältin, wir bauen das Design darum herum.
Liefert ihr auch das Karten-Design für die Produktion?
Ja. Wir entwerfen physische und virtuelle Karten, stimmen Druck und Veredelung mit der Card-Bureau ab und liefern alle Vorgaben in den Formaten, die der Kartenproduzent (Idemia, Thales, G+D) tatsächlich braucht. Vorlagen aus dem Hochglanzprospekt reichen dafür nicht.
Arbeitet ihr deutschlandweit?
Ja. Fintechs aus jeder Region Deutschlands gehören zur normalen Projektlandschaft, von Berlin und Hamburg über Frankfurt bis München. Briefings, Workshops, Reviews und Übergaben laufen vollständig remote über Figma, Loom und Video-Calls. Wo es um physische Karten oder gedruckte Pflichtanlagen geht, planen wir Andruck-Termine separat.

Projekt starten?

Erzähl mir kurz, worum es geht — in einem 30-minütigen Erstgespräch klären wir, ob und wie wir zusammen arbeiten.